Gemeinsam für Vielfalt und gegen Diskriminierung

 

 

Regionaler Fachtag zur Antidiskriminerungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

 

Am 29.09.2021 veranstalteten das Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung im Landkreis Stendal, das örtliche Teilhabemanagement, die Gleichstellungsbeauftragte und Beauftragte für Menschen mit Behinderung sowie die Integrationsstelle für Migration des Landkreises Stendal in Zusammenarbeit mit der Regionalen Netzwerkstelle für den Schulerfolg im Landkreis Stendal gemeinsam einen Regionalen Fachtag zur Antidiskriminierungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen „Gemeinsam für Vielfalt und gegen Diskriminierung“. Der Einladung folgten u.a. Schulsozialarbeitende, Vertretende der freien Kinder- und Jugendhilfe, Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Studierende, Lehrkräfte, Schulleiter*innen, Netzwerkpartner*innen sowie der Landrat des Landkreises Stendal.

 

Foto vom Organisationsteam: Maike Simla (Netzwerk RESPEKT), Vanessa Dahrendorff (Netzwerkstelle Schulerfolg sichern), Elisabeth Seyer (Gleichstellungsbeauftragte), Janine Heinrich (Netzwerkstelle Schulerfolg sichern), Maria Jonas (Integrationsstelle für Migration), Claudia Bolde (örtliches Teilhabemanagement), Jakob Wernike (Integrationsstelle für Migration), Johanna Michelis (örtliches Teilhabemanagement)


Einleitende Worte zum Thema Diskriminierung im Landkreis Stendal

 

 

 

Nachdem die Gäste durch das Organisationsteam mit einem Willkommenskaffee begrüßt wurden, startete der Fachtag mit einem musikalischen Intro durch Annemarie Kock (siehe Foto). In ihrem eigens komponierten Lied „Josi & Linda“ erzählt sie über die Liebe zweier Frauen zueinander und greift damit ein wichtiges Thema in Bezug auf Diskriminierung auf.

 


Foto: Anne Kock

Im Anschluss nutzte der Landrat des Landkreises Stendal, Herrn Patrick Puhlmann, die Gelegenheit um seine Grußworte an die Teilnehmenden des Fachtags zu richten und dem Organisationsteam seinen Dank auszusprechen. In einem kurzen Video sprachen Menschen aus der Region über ihre Diskriminierungserfahrungen und richteten ebenfalls einige Grußworte an die Teilnehmenden. Dies lieferte einen regionalen Bezug und emotionalen Einstieg in das Thema, an dem Maike Simla – Koordinatorin des Netzwerks RESPEKT, mit ihrem Vortrag zum Thema Diskriminierung ansetzen konnte. Grundlage ihres Vortrags lieferte der Erfahrungsbericht zu Diskriminierung im Landkreis Stendal, für den Zeitraum von 2019/2020.

 

Frau Simla stellte mit Grafiken und Zahlen aus dem Bericht die verschiedenen Diskriminierungsformen und deren Häufigkeit im Landkreis Stendal dar. Sie verdeutlichte damit die Bedeutsamkeit für Diskriminierung zu sensibilisieren:

 

„Bei Diskriminierung ist es der Effekt, nicht die Absicht die zählt. Wir müssen davon wegkommen, dass Diskriminierung nur von bösen Menschen ausgeht – wir alle haben oder werden uns mal absichtlich oder unabsichtlich diskriminierend verhalten.“

 

 

Am Ende entließ Frau Simla die Teilnehmenden mit der Frage:

 

"Was können Sie als Einzelperson tun, um Diskriminierung in Ihrem Arbeitsumfeld abzubauen?"

 

Dieser Frage galt es während des Fachtages nachzugehen, um am Ende bereits erste Antworten darauf zu finden und damit verbunden erste Veränderungen zu erzielen.

 


Das Schlusswort ging an Dr. Sevasti Trubeta, Dozentin an der Hochschule Magdeburg – Stendal, zum Thema rassismuskritische Arbeit mit Kindern und Jugendliche. Die gesamte Eröffnung wurde moderiert von Elisabeth Seyer, der Gleichstellungsbeauftragten und Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Landkreises Stendal sowie Annemarie Kock. Zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen übersetzten zudem während des gesamten Eröffnungsplädoyer in Gebärdensprache.   

 


Speed – Dating

 

Nach der Eröffnung ging es für die Teilnehmenden des Fachtages ins Speed – Dating. Hier stellten sich insgesamt 16 Vereine und Institutionen, die täglich Antidiskriminierungsarbeit leisten, an ihren Ständen binnen drei Minuten den jeweiligen Kleingruppen nacheinander vor. Die Besucher*innen konnten somit einen ersten Eindruck gewinnen, Infomaterialien sammeln und bekamen einen Überblick über das vielfältige Angebot an Vereinen und Institutionen die sich bereits gezielt mit dem Thema Antidiskriminierung beschäftigen.

 

 



Markt der Möglichkeiten

 

Der Markt der Möglichkeiten bot anschließend die Gelegenheit sich mit den Akteur*innen des Speed - Datings  sowie zwei weiteren Akteur*innen noch einmal näher auszutauschen, weitere Informationen einzuholen und die liebevoll gestalteten Stände sowie das zahlreich ausgelegte Infomaterial genauer anzusehen. Für diejenigen, die eine Pause brauchten, stand vor der Hochschule ein Catering der besonderen Art bereit.

 


In einem Wagen wurden Burger und Currywurst mit Pommes, auch in vegetarischer und veganer Variante, für die Besucher*innen des Fachtages frisch zubereitet. Ein Zelt mit Stehtischen und zur Verfügung gestellte Begegnungsräume in der Hochschule, luden hier zum Genießen und einem gemütlichen Austausch unter den Besuchern ein, sodass alle Teilnehmenden danach gestärkt und ausgeruht in die einzelnen Workshops des Fachtages starten konnten.




Workshops

 

Den Besucher*innen des Fachtages standen insgesamt 6 Workshops mit verschiedenen Themen zur Auswahl, aus denen sie einen für sich passenden Workshop auswählen konnten. In den einzelnen Workshops wurde Diskriminierung innerhalb verschiedener Settings und Formen thematisiert. Nach einem kurzen Input durch die Workshopleitung, wurden die Gruppen zur Interaktion mit Hilfe verschiedener Übungen, Spiele und Diskussionsrunden animiert. Hier kam es zu einem interaktiven Austausch unter den einzelnen Teilnehmenden, der andere Perspektiven eröffnete, neue Erkenntnisse brachte und zum Nachdenken anregte.

 



Feedback

 

 

 

Am Ende der Veranstaltung konnten die Besucher*innen des Fachtages die Veranstaltung in verschiedenen Kategorien bewerten. Das Feedback fiel hierbei sehr positiv aus. Einzelne Teilnehmer*innen kamen noch einmal auf die Veranstalter*innen zu und betonten die Relevanz des Themas und äußerten den Wunsch eines weiteren Fachtages zum Thema Antidiskriminierung im kommenden Jahr.

 


 

Wie Maike Simla in ihrem Vortrag betonte: „Für Betroffene sind die Reaktionen des Umfeldes auf Diskriminierung sehr wichtig: Wenn eingeschritten wird, erfahren Betroffene Unterstützung, andernfalls sehen sie sich allein gelassen. Mit Blick auf unser Zusammenleben und auch auf unseren Berufsalltag gilt daher: Solange und soweit Diskriminierung unentdeckt und unwidersprochen bleibt, solange ist und bleibt Diskriminierung Teil der Normalität. Dies gilt es zu ändern!

 

Mit dem Fachtag wurde ein erster Weckruf gestartet und für das Thema sensibilisiert, damit Diskriminierung vermehrt erkannt und aufgedeckt werden kann. Denn nur was sichtbar ist, kann auch behandelt werden. 

 



Danksagung

 

Wir bedanken uns für das Zusammenwirken an diesem Tag. Wir bedanken uns bei allen, die den Fachtag mitgestaltet haben.

 

 

Ein Dankeschön geht an den Landrat des Landkreises Stendal für seine Unterstützung. Wir danken dem Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung, der Hochschule Magdeburg - Stendal und dem Drittmittelprojekt TransInno LSA, dem örtlichen Teilhabemanagement, der Gleichstellungsbeauftragten und Beauftragten für Menschen mit Behinderung sowie der Integrationsstelle für Migration des Landkreis Stendal und den Mitarbeiterinnen der Regionalen Netzwerkstelle für den Schulerfolg für die Vorbereitungen und die Durchführung des Fachtags.

 

 

Ein großes Dankeschön für das interessierte und tatkräftige Mitwirken an die Gäste des Fachtages.